Warum Drupal?
Der eine oder andere Besucher dieser Seite wird sich fragen, warum ich mit Drupal arbeite und nicht mit Wordpress wie viele andere erfolgreiche Internetmarketer.
Angefangen hat alles damit, dass ich vor längerer Zeit einem Verein die Erstellung einer neuen Internetseite zugesagt hatte. Zu dem Zeitpunkt hatte ich eigentlich Wordpress als neues System im Auge. Über mehrere Umwege, z.B. weil Daniel Dirks oder Heiko Häusler (mit seinem Netzverdienst-Abo) oder Mario Wolosz (mit seinem Splittest-Club) mit Drupal arbeiten, bin ich auf dieses System aufmerksam geworden. Also habe ich mich ein wenig intensiver damit auseinander gesetzt. Plätzlich hatte ich eine Version laufen und bin mit dem System ein wenig warm geworden.
Ich habe ehrlich gesagt, keinen A/B-Vergleich gemacht: Was kann Drupal, was Wordpress nicht kann und umgekehrt. Der Einsatz bei einigen bekannten IMs und die Tatsche, dass Berechtigungen für Benutzer (also wer was mit der Seite anstellen darf) bei Drupal wohl ein wenig genauer eingestellt werden können, waren ein Hauptgrund, einfach eine Entscheidung zu Gunsten Drupal zu treffen. Außerdem gefiel mir im Hinblick auf die Vereinsseite, dass Drupal offensichtlich mit Blick auf Communities entwickelt wurde (Tatsächlich basiert der Name "Drupal" auf dem holländischen Wort für Dorf: "Dorp").
Aufgrund der irrsinnigen Verbreitung von Wordpress gibt es ebenso irrsinnig viele Erweiterungen. Aber ich bin sicher, die allermeisten Sachen kann man auch mit Drupal machen, denn auch hier gibt es eine große Community, die zahlreiche Zusatzmodule entwickelt hat, die in den meisten Fällen ebenso kostenlos sind wie das System selber.
Manchmal sind in Wordpress Sachen von vornherein eingebaut, die man in Druipal nachpflegen muss und umgekehrt. So bietet Wordpress bereits einen WYSIWYG-Editor, diesen muss man bei Drupal nachrüsten. Andererseits ist bei Drupal die PHP-Unterstützung von Anfang an mit dabei, so dass man direkt PHP-Funktionen verwenden kann, was mir persönlich auch wichtig ist.
Im 2010 wird die neue Version Drupal 7 (D7) erscheinen, die zahlreiche Verbesserungen mit sich bringt. Das wird den Abstand zwischen Drupal und Wordpress hoffentlich weiter verkleinern. Die aktuelle Alpha-Version werde ich mal installieren und mir genauer anschauen; eine Demo auf einer anderen Seite hat mir bereits extrem gut gefallen. Insbesondere aus Sicht des Administrators (also des Seitenbetreibers) ändert sich einiges zum Guten. Zu den Verbesserungen der neuen Version werde ich hier in Kürze noch was schreiben.
Was ist das größte Manko? In meinen Augen die Verfügbarkeit von Themes, also von Designs für die Seite. Für Wordpress gibt es unzählig viele Themes, viele kostenlos, ein paar kostenpflichtig. Großartige Sachen sind dabei. Da schaue ich schon ab und an neidisch. Hier gibt es bei Drupal deutlichen Nachholbedarf.
Wer also reich und berühmt (na, zumindest berühmt :-) werden will, sollte jetzt anfangen, gute (!) Themes für Drupal 7 zu erstellen. Und von wegen "reich": es spricht absolut nichts dagegen, für ein gutes Theme bis zu 70 € Euro zu verlangen, das können auch viele Einsteiger oder z.B. Vereine zahlen. Ein bekannter Anbieter (TopNotchThemes.com
) nimmt 210 $ - 335 $ (ca. 150 € - 235 €) für seine sicherlich ausgezeichneten Themes. Das dürfte für viele, die gerade eine Seite neu aufsetzen und eben noch kein Geld damit verdienen, schwer zu bezahlen sein.
Das neue Theme auf dieser Seite – ich hatte es bereits anderweitig erwähnt – nennt sich Magazeen und stammt von FusionDrupalThemes.com
. Es ist eines von vier kostenlos verfügbaren Themes. Recht verbreitet ist das ebenfalls kostenlose Acquia Marina.
